Irma Gigani

© Sofija Palurovic

Die in Wien lebende georgische Pianistin Irma Gigani gehört zu jenen seltenen Musiker*innen, deren Spiel auf höchstem technischem Niveau eine unverkennbare, persönliche musikalische Sprache spricht. Geboren in eine kulturell prägende Familie in Georgien, wuchs Irma Gigani in einem Umfeld auf, in dem Kunst und gesellschaftliche Verantwortung untrennbar miteinander verbunden waren. Die Musik war für sie daher nie bloß Ästhetik – sondern extremer Ausdruck von Identität, Freiheit, Risiko und Wahrhaftigkeit, geprägt von Temperament und Leidenschaft.

Bereits mit fünf Jahren stand sie auf der Bühne mit Bachs Klavierkonzert in f-Moll. Was sich damals schon beim Wunderkind auf faszinierende Art und Weise abzeichnete, ist heute zu einer künstlerischen Reife gewachsen, die durch außergewöhnliche Tiefe der Einfühlung und strukturelle Klarheit besticht.
Irma Gigani lebt und arbeitet in Wien – wo musikalische Gegenwart und Tradition in einem permanenten Dialog stehen, den die georgische Pianistin nicht zuletzt in ihrer Programmgestaltung gerne aufgreift. Sie studierte von 2018-2024 (Master und Postgradual) in der Klasse von Prof. Stefan Arnold an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, 2023 wurde sie als Assistentin für Prof. Arnolds Meisterklasse in die Villa Marteau eingeladen.

Ihre internationale Konzerttätigkeit führte Irma Gigani in zahlreiche Städte und bedeutende Konzertsäle – unter anderem das Berliner Konzerthaus, Palazzo della Cancelleria Rom, Tel Aviv Museum of Art, Salle Cortot in Paris, Tschaikowsky-Saal sowie der Große Saal des Moskauer Konservatoriums. Sie arbeitete mit Orchestern wie dem Presidential Symphony Orchestra Ankara, dem Tbilisi National Symphony Orchestra, der Israel Camerata und dem Orchestre de Picardie (Frankreich) zusammen und war Gast renommierter Festivals wie dem Michelangeli Piano Festival Italien, Lille Piano Festival, Piano Folies International Music Festival, Naarden International Music Festival, Arsonore International Music Festival, dem Tbilisi Piano Festival und dem Festival de Laon.

Wettbewerbserfolge: der 1. Preis mit zwei Sonderpreisen beim Bechstein-Bruckner-Wettbewerb, 2. Preis bei „Les Étoiles du Piano“ (Frankreich), 1. Preis beim Chopin-Wettbewerb in Georgien, Auszeichnungen beim Aarhus International Piano Competition.

Im Herbst 2026 erscheint ihre Debüt-CD bei Supreme Music Group mit den Klaviersonaten Nr. 2, 4 und 8 von Sergei Prokofjew – eine Werkauswahl, die wie kaum eine andere existentielle Brüche, Ironie, Motorik und lyrische Introspektion vereint. Gigani nähert sich Prokofjew nicht als reine Virtuosin, sondern als musikalische Erzählerin, mit künstlerischer Tiefe und Sinn für gestaltende Dramaturgie.